Rückblick
Flimmer-Billy
Julian Keimer als Billy
Julian Keimer und Dorothea Dalig

Flimmer-Billy

Wann:    So, 16. Juni 13
Uhrzeit:  16:15 Uhr
Wo:        Weidenpalast im Grütt (Regio-Freizeitpark Messe)
Dauer:    ca. 60 Minuten

 


ZUM STÜCK:

 

Wilfried, genannt Flimmer-Billy, ist so verrückt nach Dino-Filmen, dass er manchmal selbst glaubt, ein Saurier zu sein. 

Eines Abends aber reicht es seiner Mutter: Sie nimmt ihm den Fernseher weg.

Verzweifelt stürzt sich Billy in eine abenteuerliche Suche nach einem anderen Fernseher. Dabei scheucht er nicht nur seine Oma im Altersheim auf, sondern taucht auch überraschend bei Sabina, der Nachbarstochter, auf.

Doch auch bei ihr spielt Billy wieder nur den Tyranosaurus und zerstört dabei ausgerechnet das Geburtstagsgeschenk für Sabinas Mutter. Für Billy beginnt eine Reise in die Wirklichkeit jenseits von Flimmerkiste und Sauriern.

....„Da hat jemand ein Stück geschrieben (Thomas Ahrens), der Kinder liebt, ja, der Menschen liebt, an sie glaubt, an ihre Fähigkeit und die Möglichkeit, mit Geduld, Verständnis und Phantasie viele Probleme lösen zu können“.....(aus Theater im Visier über Thomas Ahrens)

Mit rasanten Rollenwechseln, mit viel Gespür für die Komik erhält das Stück Tempo und Leichtigkeit.

 

Pressekritik zur Premiere:


Kanderner "MuT-Zentrum" begeistert mit "Flimmer-Billy"

Kandern-Holzen (ric). Mit einer mehr als überzeugenden Darstellung begeisterten zwei Jungschauspieler des Kanderner MuT-Zentrums ("Musik und Theater") das Publikum im Rathaussaal Holzen. Julian Keimer und Dorothea Dalig spielten unter der Regie von Karin Derks die insgesamt sieben Rollen des Stückes "Flimmer-Billy" mit minimaler Requisite und maximaler Ausdruckskraft.

Das Famileintheaterstück nach dem Text von Thomas Ahrens erzählt eine kleine, kluge Geschichte aus dem Alltag. Der Zweitklässler Wilfried ("Billy") hängt dauernd vor der Glotze, bis seiner alleinerziehenden Mutter der Kragen platzt und sie alle Fernseher aus der Wohnung verbannt.

Billy besucht daraufhin erst sein Oma, die hämisch und böse im Altenheim lebt. Leider ist ihr Fernseher dauernd kaputt. Dann probiert Billy es bei der Nachbarin Sabina, die "Brillenschlange", und als er dort nicht nur einen Fernseher mit Kindersicherung vorfindet, sondern auch noch ein Geschenk kaputt macht, findet er langsam wieder den Weg in die natürliche Fantasie- und Spielwelt eines Achtjährigen zurück.

Der 23-jährige Julian Keimer, der seit Jahren mit Karin Derks zusammenarbeitet und in Freiburg studiert, wechselte so geschickt zwischen Billy, Omas Pfleger Heinz Otto und dem Vater der Nachbarin, dass man fast gar nicht mehr merkte, dass es sich um denselben Schauspieler handelte. Spannend dabei, dass nur wenige Kostüme oder Requisiten genutzt wurdern - der Wechsel war fast ausschließlich in Stimmlage und Körperhaltung sichtbar.

In der 24-jährigen Dorothea Dalig hatte es darin eine ebenbürtige Partnerin. Ob als Billys Mutter, als Freunding Sabina, als Oma oder Sabinas Mutter: Dalig gelang es, die Charaktere überzeugend darzustellen. Ganz besonders als Oma, die in genau der richtigen Tonlage Bösartigkeiten von sich gab, durchaus nicht ohne Humor, hatte Dalig die Lacher auf ihrer Seite. Das Publikum, zusammengesetzt aus allen Altersgruppen zeigte sich begeistert.

Die Oberbadische, 6. 10. 2012

Julian Keimer und Dorothea Dalig in "Flimmer-Billy" Foto: Ricca